Donnerstag, 12.02.2026

Hanau startet Jugendberufsagentur zur besseren Vermittlung von Jugendlichen in Ausbildung und Arbeit

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Die Stadt Hanau hat eine Jugendberufsagentur gegründet, um die Unterstützung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen beim Übergang von der Schule in Ausbildung und Beruf zu bündeln. Träger sind das städtische Jugendamt mit der Jugendberufshilfe, die Agentur für Arbeit Hanau und das Jobcenter Hanau. Der gemeinsame Start ist für den 1. September 2026 geplant, die Vorbereitungsphase läuft seit dem 1. Januar 2026.

Ziele und Zielgruppen

Die Agentur richtet sich vor allem an junge Menschen mit mehrfachen Unterstützungsbedarfen. Dazu zählen Schulabbrechende und sogenannte NEETs im Alter von 15 bis 26 Jahren. Ziel ist es, Angebote zugänglicher zu machen und Brüche in Bildungs- und Berufsbiografien zu vermeiden. Zu den geplanten Maßnahmen gehören aufsuchende Beratungsangebote in Stadtteilzentren und Jugendhäusern sowie die systematische Einbeziehung von Eltern, die oft Orientierung im deutschen Bildungs- und Ausbildungssystem benötigen.

Organisation und Kooperation

Die Jugendberufsagentur basiert auf einem in Deutschland erprobten Modell und verknüpft die Angebote der beteiligten Institutionen enger miteinander. Die Rechtskreise SGB II, SGB III und SGB VIII werden gleichberechtigt in die gemeinsame Verantwortung eingebunden. Nach Angaben der Beteiligten soll der Austausch von Informationen datenschutzkonform erfolgen, damit Leistungen und Maßnahmen koordiniert und aufeinander abgestimmt werden können.

Die Leitungsebene betont den trägerübergreifenden Ansatz. Die Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Hanau verweist darauf, dass junge Menschen mit besonderen Herausforderungen von einer gemeinsamen Planung und Umsetzung profitieren. Die Geschäftsführerin des Jobcenters Hanau hebt hervor, dass sich Bedarfslagen nun erstmals rechtskreisübergreifend abstimmen lassen, um passgenaue Unterstützungsangebote zu entwickeln.

Zeitplan und lokale Verankerung

Hanau, mit mehr als 100 000 Einwohnerinnen und Einwohnern die sechstgrößte Stadt Hessens, ist seit dem 1. Januar 2026 kreisfrei. Diese neue Verwaltungsstellung eröffnet nach Angaben der Stadt zusätzliche Handlungsspielräume in der Arbeitsmarktpolitik, die für die Entwicklung einer lokalen Strategie genutzt werden sollen. Die formelle Gründung der Jugendberufsagentur ist zum 1. September 2026 vorgesehen. Bis dahin soll die enge Zusammenarbeit vertieft und konkrete, auf Hanau zugeschnittene Angebote ausgearbeitet werden.

Stadtvertreter sehen in der Agentur ein Instrument, um die Ausbildungs- und Arbeitsmarktchancen junger Menschen nachhaltig zu verbessern und die Integration in Ausbildung und Beruf zu fördern. Durch die Bündelung der Zuständigkeiten sollen Beratung und Unterstützung künftig besser koordiniert und leichter auffindbar sein.

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