Die Stadt Hanau hat 25 neue Kippensammler im öffentlichen Raum montiert. Die Aktion ist Teil der Sauberkeitskampagne JuchHU sauber und ergänzt 30 bereits zuvor installierte Sammelgeräte. Die neuen Behälter kombinieren die Aufnahme von Zigarettenabfällen mit einem einfachen Mitmachmechanismus und sind flächendeckend in der Stadt verteilt.
Spielerisches Prinzip und Standorte
Die Kippensammler bestehen aus zwei durchsichtigen Röhren, über denen eine Abstimmungstafel angebracht ist. Beim Einwurf einer Zigarettenstummel wird gleichzeitig eine von zwei Optionen gewählt. Als Themen werden lokale Veranstaltungen und Orte vorgeschlagen. Beispiele für aktuelle Abstimmfragen sind Lamboyfest oder Bürgerfest, Brüder Grimm Festspiele oder Kinopolis sowie Schloss Philippsruhe oder Wilhelmsbad.
Der städtische Eigenbetrieb Hanau Infrastruktur Service HIS gab an, dass die neuen Geräte mindestens zwei pro Stadtteil erhalten haben. Zusätzlich wurden mehrere Sammler in der Innenstadt an stark frequentierten Stellen angebracht. Die Auswahl der Standorte erfolgte in Absprache mit den Hanauer Ortsbeiräten.
Hintergrund und Kosten
Die Maßnahme ist Teil der Kampagne JuchHU sauber. HIS meldet, dass 2025 rund 175 Tonnen illegal entsorgter Abfälle in Hanau angefallen sind, obwohl etwa 1 800 öffentliche Abfallbehälter vorhanden sind. Allein das Entfernen von Zigarettenresten auf dem Freiheitsplatz kostet die Stadt nach Angaben von HIS rund 10 000 Euro pro Jahr.
Stadträtin und Ordnungsdezernentin Isabelle Hemsley erklärte, die Stadt wolle Sauberkeit im Stadtbild fördern und neue Wege ausprobieren. Sie verwies zugleich auf ein erhöhtes Bußgeld für weggeworfene Zigaretten. Seit Beginn des Monats liege die Mindestbuße pro Vergehen bei 120 Euro.
Herstellung und lokale Beteiligung
Die neuen Sammler wurden demnach von einer Schlosserei in Hanau produziert. Die Stadt hebt hervor, dass durch die Vergabe an einen regionalen Betrieb lokale Wertschöpfung gesteigert und zugleich in die Stadtreinigung investiert werde. Die Kampagne setzt nach Angaben der Stadtverwaltung auf Information, Motivation und Aktionen, um Bürgerinnen und Bürger zur richtigen Entsorgung zu bewegen.
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