Im Museum Schloss Steinheim ist ab dem 12. April eine Ausstellung zu sehen, die zeitgenössische Holzkunst und archäologische Funde in einen direkten Dialog stellt. Die Schau mit dem Titel Klaus Kirchners FORMENDIALOG. Holzkunst begegnet archäologischen Fundstücken wird am Freitag, 10. April um 17 Uhr eröffnet und läuft bis Sonntag, 2. August.
Ausstellung und Konzept
In den Vitrinen stehen 100 Handunikate aus Holz Seite an Seite mit Bechern, Schalen und anderen archäologischen Objekten. Die Gegenüberstellung soll Besucherinnen und Besuchern Anstöße geben, die Formen und Funktionen beider Materialwelten zu vergleichen und eigene Deutungen zu finden. Kirchners Arbeiten entstammen einem Querschnitt seiner Produktion der vergangenen fünf Jahre. Er nutzt hauptsächlich regionale Resthölzer und übernimmt vom Sammeln des Holzes bis zur fertigen Form alle Arbeitsschritte selbst. Dabei legt er Wert auf die sichtbare Materialcharakteristik und die Entwicklung einer eigenständigen Formensprache.
Der Künstler und seine Arbeit
Klaus Kirchner, 1969 geboren und in Aschaffenburg aufgewachsen, kam schon in der Kindheit mit Holz in Berührung. Nach einer Phase, in der das Drechseln nur Hobby war, weckte ein Kurs im Jahr 2005 die frühere Neigung neu. Seit 2013 betreibt er ein Atelier in Hanau Steinheim. Anfangs neben einem Beruf in der Softwarebranche tätig, arbeitet er seit 2020 hauptberuflich als selbstständiger Holzgestalter.
Kirchner beteiligt sich seit 2012 an nationalen und internationalen Ausstellungen unter anderem in Frankfurt, Berlin, London, Mailand und Kalifornien. Er ist Mitglied in mehreren Berufsverbänden und Kunstvereinen. Zu seinen Auszeichnungen zählen der dritte Preis bei Kunst im Quartier in Aschaffenburg 2019 und die Aufnahme eines seiner Objekte 2022 in die German Crafts Collection des Bundesverbandes Kunsthandwerk. 2023 war er mehrfach für regionale Staatspreise und Gestaltungspreise nominiert. Sein Schaffen konzentriert sich auf Einzelanfertigungen wie Gefäße, Dosen, Schalen, Leuchten, Skulpturen und Schreibgeräte.
Begleitprogramm und Hinweise für Besucher
Zur Ausstellung erscheint ein Begleitprogramm mit Führungen und Workshops des Künstlers. Die Eröffnung am Freitag, 10. April ist kostenfrei; Medienvertreter sind zur Berichterstattung eingeladen. Das Museum ist sonntags von 11 bis 17 Uhr geöffnet.
Geplante Führungen finden am Sonntag, 12. April von 15 bis 16 Uhr und am Sonntag, 2. August von 15 bis 16 Uhr statt. Sie kosten 3 Euro zuzüglich Eintritt pro Person. Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre haben freien Eintritt.
Zwei Workshops für Kinder sind angekündigt: Schnitzen für Kinder ab 8 Jahren am Sonntag, 28. Juni von 15 bis 17 Uhr und Bau von Holzkreiseln für Kinder ab 6 Jahren am Sonntag, 19. Juli von 15 bis 17 Uhr. Die Teilnahme kostet 8 Euro zuzüglich Eintritt pro Person. Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre haben freien Eintritt, sie müssen in Begleitung eines Erwachsenen teilnehmen. Die Begleitperson muss keinen Eintritt zahlen.
Das Museum Schloss Steinheim befindet sich in der Schlossstraße 9 in 63456 Hanau Steinheim. Weitere Informationen finden sich auf der Website www.museen-hanau.de.
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