Dienstag, 17.02.2026

Noch bis Samstag: Fotoausstellung in Neustadt rückt Menschen in Krisen in den Mittelpunkt

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Nah dran am Leben. Echt aus der Vorstadt.

Im Foyer des Neustädter Rathauses sind bis Sonntag rund 90 Fotografien des Fotojournalisten Jens Grossmann zu sehen. Die Präsentation unter dem Titel AUS GETRÄUMT umfasst gedruckte Arbeiten und eine digitale Bildpräsentation und zog in den vergangenen Wochen zahlreiche Besucherinnen und Besucher an. Am Samstag, 21. Februar, wird Grossmann bei der Finissage um 13:30 Uhr persönlich anwesend sein und Fragen zu seiner Arbeit beantworten.

Ausstellung, Öffnungszeiten und Organisation

Die Ausstellung wird vom Fachbereich Kultur, Stadtidentität und Internationale Beziehungen in Kooperation mit dem Eine Welt Laden Hanau gezeigt. Besucherinnen und Besucher können die Arbeiten täglich von 14 bis 17 Uhr sehen. Mittwochs und samstags sind die Öffnungszeiten bereits von 10 bis 17 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Gästebucheinträge dokumentieren, dass die Bilder beim Publikum Eindruck hinterlassen und berühren. Die Kombination aus gedruckten Bildern und digitaler Präsentation soll unterschiedliche Betrachtungsweisen ermöglichen und hat zur hohen Besucherzahl beigetragen.

Themen und Bildsprache

Jens Grossmann arbeitet seit mehr als zwanzig Jahren für Hilfsorganisationen und war in diesem Zeitraum in über 50 Ländern im Einsatz. Er dokumentiert Szenen aus Kriegs- und Katastrophengebieten sowie Folgen von Vertreibung und Armut. Seine Fotografien zeigen neben dem Ausmaß von Zerstörung vor allem Menschen in ihren individuellen Lebenslagen.

Die Aufnahmen verzichten darauf, Krisen nur als abstrakte Schlagzeilen darzustellen. Stattdessen rücken sie Alltagsszenen und persönliche Schicksale in den Mittelpunkt. Selbst Motive, die aus der medialen Berichterstattung vertraut erscheinen, gewinnen durch seine Bildsprache an Eindringlichkeit und Nähe.

Wirkung und Anlass zum Hinschauen

Die Schau lädt dazu ein, einen Moment innezuhalten und genauer hinzusehen. Grossmanns Bilder machen deutlich, wie nah globale Krisen auf der Ebene einzelner Menschen wahrgenommen werden können, unabhängig von der geographischen Entfernung der Schauplätze. Die Finissage am Samstag bietet Gelegenheit, mit dem Fotografen direkt über seine Erfahrungen und Arbeitsweise ins Gespräch zu kommen.

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