Dienstag, 07.04.2026

Hanauer Stadtschülerrat bespricht Schulbau, Ganztagsanspruch und Demokratieprojekte mit Bürgermeister

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Vertreterinnen und Vertreter des Hanauer Stadtschülerrats trafen sich im Rathaus mit Bürgermeister und Schuldezernenten Dr. Maximilian Bieri zu einem Austausch über Schulentwicklung, Ganztagsbetreuung und Demokratiebildung. An dem Gespräch nahmen zudem Schülerinnen und Schüler der Lindenauschule und der Hohen Landesschule sowie der hessische Landesschulsprecher Laurenz Spies teil.

Zentrale Themen und Bauvorhaben

Im Mittelpunkt standen die anstehenden Veränderungen in der Bildungslandschaft der Stadt. Bieri erläuterte die Auswirkungen des ab diesem Sommer geltenden Rechtsanspruchs auf Ganztagsbetreuung und verwies zugleich auf die weiter steigenden Schülerzahlen. Vor diesem Hintergrund nannte er Erweiterungen und Neubauten als notwendige Maßnahmen, um die Infrastruktur und die Organisation der Schulen anzupassen.

Aktuell werden demnach unter anderem das Schulzentrum Hessen Homburg und die Karl Rehbein Schule ausgebaut. Ab dem Sommer ist zudem eine Erweiterung an der Lindenauschule vorgesehen. Grundlage für die Planungen ist laut Stadt der Schulentwicklungsplan, der auf Daten des Einwohnermeldeamts fußt. Bieri verwies außerdem auf Abweichungen zu anderen statistischen Erhebungen beim Zensus, die bei der Planung berücksichtigt werden müssen.

Demokratiebildung und Schülerprojekte

Der Stadtschülerrat stellte mehrere Vorhaben vor. Für rund den 23. Mai ist ein Thementag zum Grundgesetz geplant, der sich an Schülerinnen und Schüler weiterführender Schulen sowie an Grundschulen richten soll. Bieri signalisierte seine Unterstützung für diese Initiative.

Weitere Themen waren mögliche Kooperationen mit dem im Bau befindlichen Haus für Demokratie und Vielfalt sowie die Perspektive eines Jugendbeirats. Die Jugendlichen diskutierten konkrete Formen der Beteiligung und der politischen Bildungsarbeit in der Stadt.

Kritik an geplanten Schulkürzungen

Der hessische Landesschulsprecher Laurenz Spies äußerte Kritik an geplanten Einschnitten bei Gesamtschulen. Bieri bezeichnete solche Kürzungen als fatale Entscheidung für die Chancengleichheit. Er warnte, dass insbesondere sozial schwächere Schülerinnen und Schüler betroffen wären und dass die Maßnahmen letztlich einem Sparen an der Zukunft gleichkämen.

Zum Abschluss dankte Bieri den anwesenden Jugendlichen für ihr Engagement und betonte die Bedeutung gemeinsamer Anstrengungen, um die freiheitliche Grundordnung zu schützen und den gesellschaftlichen Zusammenhalt in einer vielfältigen Stadt wie Hanau zu stärken.

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