Donnerstag, 22.01.2026

Hanau eröffnet Ausstellung zur Geschichte der ersten türkischen Generation

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Mit einer stark besuchten Veranstaltung hat die Stadt Hanau am 17. Januar 2026 die Ausstellung „Unsere Türkische Community: Erste Generation“ im Foyer des Neustädter Rathauses eröffnet. Gezeigt werden Porträts und biografische Einblicke von Menschen mit türkischen Wurzeln, die seit den 1960er und 1970er Jahren in die Stadt kamen und die lokale Gesellschaft mitgeprägt haben.

Eröffnung und politische Beteiligung

Bürgermeister Dr. Maximilian Bieri begrüßte die zahlreichen Gäste aus Politik, Zivilgesellschaft und Community. Er erinnerte daran, dass der Begriff Gastarbeiter einst auf einen vorübergehenden Aufenthalt verwies, die Betroffenen aber in Hanau geblieben seien, Familien gegründet und sich engagiert hätten. Ohne diese Lebensleistungen wäre die Stadt heute anders, sagte Bieri.

Zu den weiteren Rednerinnen und Rednern der Eröffnung zählten die türkische Generalkonsulin Nagihan Ilknur Akdevelioglu, Staatssekretärin Katrin Hechler und die Stadtverordnetenvorsteherin Beate Funck. Funck beschrieb ihre persönliche Nähe zum Projekt und betonte, dass die Ausstellung kein Abschluss, sondern ein Anfang für weitere Gespräche und Begegnungen in der Stadtgesellschaft sei.

Die Veranstaltung wurde finanziell vom Hessischen Ministerium für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales im Rahmen des Landesprogramms WIR Vielfalt und Teilhabe gefördert. Erwähnt wurde zudem die kontinuierliche Projektarbeit des Hanauer WIR Vielfaltszentrums.

Fotografien, Biografien und symbolische Gesten

Die ausgestellten Fotografien stammen von Miri Möß vom Urban Media Project. In Kombination mit biografischen Texten zeigen sie Leistungen, Opfer und Alltagsrealitäten der ersten Generation. Nach Angaben der Veranstalter sollen die Bilder Erinnern, Anerkennung und Emotionen ermöglichen und insbesondere für jüngere Generationen Zugänge zur familiären Geschichte eröffnen.

Bei der Eröffnung dankten Bürgermeister Bieri und Stadtverordnetenvorsteherin Funck den 21 porträtierten Personen mit einem Geschenk. Jede und jeder erhielt ein gerahmtes Foto aus der Ausstellung und eine Urkunde über einen im Hanauer Stadtwald gepflanzten Baum. Funck sagte, der Baum stehe symbolisch für die Verwurzelung der Menschen in der Stadt.

Ausstellungskonzept, Ausleihe und Besuchsmöglichkeit

Konzipiert und produziert wurde die Ausstellung vom Haus für Demokratie und Vielfalt, kurz HDV. In den Wochen vor der Rathauspräsentation wurde das Projekt bereits in Moscheegemeinden, Vereinen und bei öffentlichen Veranstaltungen gezeigt. Die Veranstalter weisen darauf hin, dass die Ausstellung als wachsendes Projekt angelegt ist und künftig an weiteren Orten im Stadtgebiet ergänzt und gezeigt werden soll.

Hanauer Institutionen und Vereine können die Ausstellung ausleihen. Anfragen sind per E Mail an demokratie@hanau.de möglich. Interessierte können die Ausstellung im Neustädter Rathaus noch bis zum 31. Januar während der Öffnungszeiten besuchen. Die regulären Zeiten sind täglich von 14 bis 17 Uhr sowie mittwochs und samstags von 10 bis 17 Uhr. Das Team des HDV ist vor Ort und steht für Fragen zur Verfügung.

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