Mittwoch, 15.07.2026

103.000 Euro für barrierefreien Ausbau der Versammlungsräume in Eltville

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Die Stadt Eltville am Rhein erhält finanzielle Unterstützung für den barrierefreien Umbau der Versammlungsstätte in der örtlichen Feuerwache. Staatssekretärin Manuela Strube übergab am Dienstag einen Bewilligungsbescheid in Höhe von rund 103.000 Euro, der etwa 75 Prozent der förderfähigen Gesamtkosten abdeckt. Bürgermeister Patrick Kunkel nahm den Bescheid für die Kommune im Rheingau Taunus Kreis entgegen.

Geplante Maßnahmen im Gebäude

Die Arbeiten betreffen die Versammlungsstätte im ersten Obergeschoss der Feuerwache. Vorgesehen ist der Einbau eines Aufzugs an der Rückseite des Gebäudes neben dem Schlauchturm. Zusätzlich sollen zwei Behindertenparkplätze eingerichtet werden, damit Menschen mit Mobilitätseinschränkungen die Rettungswege der Feuerwehr nicht kreuzen müssen.

Weitere Maßnahmen umfassen die Nachrüstung einer elektrisch öffnenden Tür am Haupteingang sowie automatisch öffnende Innentüren. Im vorderen Treppenhaus ist die Ergänzung eines zweiten Handlaufs geplant. Die Maßnahmen zielen darauf ab, den Zugang und die interne Nutzbarkeit der Räume für unterschiedlichste Nutzergruppen zu verbessern.

Politischer Rahmen und Begründung

Die Förderung steht im Zusammenhang mit der Umsetzung der UN Behindertenrechtskonvention. Die Hessische Landesregierung sieht Barrierefreiheit als Beitrag zur gleichberechtigten Teilhabe und verankert dieses Ziel auch im Koalitionsvertrag. Nach Angaben des Ministeriums wurden auf Landesebene Strukturen geschaffen, um die Umsetzung der Konvention zu begleiten, darunter die Einrichtung einer Stabsstelle im Sozialministerium, die Verstetigung als Referat mit dem Titel Vereinte Nationen Behindertenrechtskonvention sowie eine staatliche Anlaufstelle nach Artikel 33.

Bürgermeister Kunkel wertete die Landesförderung als wichtige Unterstützung für die kommunalen Bemühungen um inklusive Angebote und betonte die Bedeutung finanzieller Hilfen, damit Kommunen ihre Arbeit mit und für die Menschen vor Ort fortsetzen können. Staatssekretärin Strube hob hervor, dass Orte des Zusammenkommens möglichst ohne Hindernisse nutzbar sein sollen und dass Barrierefreiheit gleichberechtigte Teilhabe sichert.

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