Montag, 27.04.2026

Hanau: 18 Absolventen der Brüder Grimm Berufsakademie und Ausstellung Marktreif im Rathaus

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Im Neustädter Rathaus auf dem Hanauer Marktplatz wurden am Freitagabend die Absolventinnen und Absolventen des 11. Studienjahrgangs der Brüder Grimm Berufsakademie Hanau verabschiedet. Zeitgleich eröffnete die Ausstellung Marktreif, in der die diesjährigen Bachelorarbeiten und praktischen Abschlussarbeiten bis zum 3. Mai im Foyer des Rathauses zu sehen sind.

Absolventen und Struktur des Studiums

Insgesamt erhielten 18 Absolventinnen und Absolventen aus den Studiengängen Produktgestaltung und Designmanagement ihre Urkunden. 14 von ihnen schlossen im Bereich Produktgestaltung ab, vier im Designmanagement. Parallel zum Studium legten sie jeweils einen vollwertigen Berufsabschluss ab. Zu den vertretenen Ausbildungsberufen gehören Metallbildnerinnen und Metallbildner, Goldschmiedinnen, eine Elfenbeinschnitzerin sowie Mediengestalterinnen und Mediengestalter. Der Jahrgang steht damit beispielhaft für das ausbildungsintegrierte duale Studienmodell der Akademie, das akademische Lehre und berufspraktische Ausbildung verbindet.

Würdigung und Worte der Vertreter

Stadtverordnetenvorsteherin a. D. Beate Funck überbrachte die Glückwünsche von Oberbürgermeister Claus Kaminsky und von Stadträtin Isabelle Hemsley. Sie hob hervor, dass die Absolventinnen und Absolventen in dreieinhalb Jahren sowohl einen Bachelorabschluss als auch einen beruflichen Abschluss erreicht hätten. Mit Blick auf das Ausstellungsmotto sagte sie, die Graduierenden seien „in der Tat marktreif“. Die gezeigten Arbeiten veranschaulichten nach ihren Worten die Bandbreite der Ausbildung von Entwürfen für Bestecke und wiederverwendete Möbel über Projekte zu Gesundheitsthemen und partizipativer Stadtplanung bis zu Initiativen, die jungen Menschen Musik und neue Vorstellungen von Zeit nahebringen.

Authentizität als pädagogischer Schwerpunkt

Akademieleiter Prof. Martin Krämer stellte in seiner Ansprache die Bedeutung von Authentizität heraus. Schon in der Bewerbungsphase werde Authentizität als Erwartung formuliert, erklärte er. Ziel sei nicht die Ausbildung von einer Demoversion, sondern der Förderung authentischer Persönlichkeiten. Krämer betonte, dass im dualen Studium das Zusammenführen von theoretischem und handwerklichem Denken zentral sei. In diesem Zusammenhang verwies er auf den Einsatz von Künstlicher Intelligenz und sagte, KI könne zwar bei Recherche und Analyse unterstützen, aber nicht die persönliche Authentizität erzeugen. Nur ein Mensch könne wirklich in seinem Handeln, Denken, Fühlen und Kreieren authentisch sein, so der Akademieleiter.

Die Ausstellung Marktreif

Die Schau zeigt neben den akademischen Bachelorarbeiten auch die praktischen Abschlussarbeiten aus Handwerk und Mediengestaltung, deren handwerkliche Prüfungen an der Staatlichen Zeichenakademie Hanau abgelegt wurden. Besucherinnen und Besucher erhalten damit Einblicke in das Spektrum der Ausbildung an der Akademie und in die Entwicklungsschritte der Studierenden über die vergangenen dreieinhalb Jahre.

Die Ausstellung ist täglich von 10 bis 18 Uhr im Foyer des Neustädter Rathauses, Am Markt 14, geöffnet. Der Eintritt ist frei. Die Präsentation läuft noch bis zum 3. Mai.

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