Am 2. Januar hat die Stadt Hanau das neue Sozialforum eröffnet. Ab 8 Uhr sind dort das kommunale Sozialamt und das Hanauer Jobcenter unter einem Dach erreichbar. Die Stadt bezeichnet die Einrichtung als zentrale Anlaufstelle für Beratung, Unterstützung und die Integration in den Arbeitsmarkt.
Zentrale Anlaufstelle und erste Resonanz
Die neue Einrichtung in der Willy Brandt Straße 23 nahm pünktlich ihren Betrieb auf. Nach Angaben der Stadt waren seit der Freischaltung der Online Terminbuchung am Vortag bereits zwölf Termine vergeben, und in der ersten Stunde erschienen mehr als 30 Menschen vor Ort. Die Verwaltung setzt auf ein Zusammenspiel von digitalen Diensten und persönlicher Beratung, um eine durchgehende Erreichbarkeit sicherzustellen.
Organisation und Angebot
Im Sozialforum sind das städtische Sozialamt und das Jobcenter untergebracht. Das Jobcenter ist eine gemeinsame Einrichtung von Arbeitsagentur und Stadt Hanau. Ziel der Bündelung ist es, Entscheidungswege zu verkürzen und die Abstimmung zwischen sozialer Beratung und arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen zu verbessern. Die Stadt nennt als Schwerpunkt eine kommunale Arbeitsmarktpolitik, die lokale Bedürfnisse berücksichtigen und Menschen nachhaltig in Beschäftigung bringen soll.
Monika Wendt, Geschäftsführerin des Jobcenters Hanau, kündigte an, die Arbeitsmarktpolitik präzise und lokal zu gestalten. Sie nannte individuelle Beratung, Qualifizierung und Vermittlung sowie die Zusammenarbeit mit regionalen Arbeitgebern als zentrale Bausteine. Bei der Eröffnung war Heike Hengster, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Hanau, als Vertreterin der Arbeitsagentur anwesend.
Kreisfreiheit, Verantwortung und Ausblick
Bürgermeister und Sozialdezernent Dr. Maximilian Bieri betonte die Bedeutung des Projekts im Zusammenhang mit der jüngsten Kreisfreiheit der Stadt. Er sagte, die Übernahme zentraler sozial und arbeitsmarktpolitischer Aufgaben durch die Stadt sei ein zentrales Motiv für die Entscheidung und biete eine Chance, die man nutzen wolle. Zugleich äußerte er sich vorsichtig optimistisch und verwies darauf, dass in den kommenden Tagen und Wochen geprüft werde, ob und wo nachgesteuert werden müsse.
Die Verwaltung beschreibt das Sozialforum als integrierten Ansatz: Hilfeleistungen, Beratung und Vermittlung sollen enger verzahnt werden, um Leistungen schneller und zielgerichteter anbieten zu können. Durch die räumliche Nähe der Fachbereiche erhofft sich die Stadt eine verbesserte Zugänglichkeit zu Leistungen und eine Beschleunigung innerer Abläufe.
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