Mittwoch, 11.02.2026

Hanau vergibt Betreuung an 16 Grundschulen und bereitet Umsetzung des Ganztagsanspruchs vor

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Die Stadt Hanau hat die Betreuung an allen 16 städtischen Grundschulen für die anstehende Einführung des bundesweiten Ganztagsanspruchs vorbereitet. In einem wettbewerblichen Verfahren wurden Dienstleistungskonzessionen vergeben. Die Verträge laufen zunächst bis zum Schuljahr 2029/30 und können zweimal um jeweils zwei Schuljahre verlängert werden, sodass eine maximale Laufzeit von acht Jahren möglich ist.

Vergabe und Träger

Die Betreuungsleistungen übernehmen künftig drei freie Träger. Der Arbeiter Samariter Bund e. V. ist an den Grundschulen August Gaul Schule, Brüder Grimm Schule, Eichendorff Schule, Gebeschus Schule, Geschwister Scholl Schule, Heinrich Heine Schule, Theodor Heuss Schule sowie Tümpelgarten Schule zuständig. Kaleidoskop e. V. wird die Angebote an der Erich Kästner Schule, der Friedrich Ebert Schule, der Limesschule, der Pestalozzi Schule und der Wilhelm Geibel Schule verantworten. Die Kathinka Platzhoff Stiftung übernimmt die Betreuung an der Anne Frank Schule, der Robinsonschule und der Schule im Pioneerpark.

Zustimmung und Laufzeiten

Alle 16 Schulkonferenzen haben den vorgeschlagenen Trägern im Rahmen ihrer Mitwirkungsrechte zugestimmt. Auch Magistrat und Stadtverordnetenversammlung beschlossen die Vergaben einstimmig. Die Stadt kündigte an, dass die vertraglichen Vereinbarungen bis zum Schuljahr 2029/30 gelten sollen und jeweils zwei Verlängerungsoptionen um zwei Schuljahre vorgesehen sind.

Ziele des Ganztagsangebotes

Hintergrund der Vergaben ist der stufenweise eingeführte Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder. Ab August 2026 gilt der Anspruch zunächst für Kinder der ersten Klassenstufe, in den folgenden Jahren wird er bis zur vierten Klassenstufe erweitert. Die Stadt nennt als Ziele das Schließen von Betreuungslücken nach der Kita, die individuelle Förderung von Kindern sowie die Verbesserung von Bildungs und Teilhabechancen und der Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Finanzierung und politische Forderungen

Bürgermeister und Schuldezernent Dr. Maximilian Bieri bezeichnete den Rechtsanspruch als einen Meilenstein für Familien, wies zugleich aber auf die organisatorische und finanzielle Herausforderung für Kommunen hin. Die Stadt unterstützt die Forderung des Deutschen Städtetages, die vom Bund vorgesehenen Mittel für Betriebskosten vollständig an die Kommunen weiterzuleiten. Diese Position werde auch vom Hessischen Städtetag getragen. Dr. Bieri forderte, dass das Land Hessen die Bundesmittel nicht nur weiterleitet, sondern zusätzliche Landesmittel bereitstellt, damit die Umsetzung des Anspruchs für die Städte finanziell tragbar bleibt.

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