Die vorläufigen Endergebnisse der Kommunalwahl in Hanau zeigen die Sozialdemokratische Partei Deutschlands als stärkste Kraft. Bei einer Wahlbeteiligung von 46,4 Prozent erhielt die SPD 31,25 Prozent der Stimmen, die CDU 29,07 Prozent. Die Ergebnisse wurden am 17. März veröffentlicht. Der Gemeindewahlausschuss will das amtliche Endergebnis am 20. März feststellen.
Sitzverteilung in der Stadtverordnetenversammlung
Auf Basis der Stimmenverhältnisse ergibt sich folgende Verteilung der Sitze: Die SPD kommt auf 18 Sitze, die CDU auf 17 Sitze. Bündnis 90 Die Grünen und die AfD erhalten jeweils sechs Sitze. Die Linke und die Gerechtigkeitspartei Team Todenhfer haben jeweils drei Sitze. Die FDP erhält zwei Sitze. Die Wählergemeinschaft Bürger für Hanau, das Bündnis Sahra Wagenknecht, Volt und die Freien Wähler erhalten jeweils einen Sitz. Weitere Parteien blieben unter der Sperrklausel oder erzielten keine Sitze.
Neben den beiden Stärksten Kräften landeten die Grünen bei 10,44 Prozent, die AfD bei 9,39 Prozent. Die Linke erreichte 5,04 Prozent, die Gerechtigkeitspartei 4,60 Prozent und die FDP 3,81 Prozent. Die Wählergemeinschaft Bürger für Hanau kam auf 2,31 Prozent, das Bündnis Sahra Wagenknecht auf 1,70 Prozent, Volt auf 1,62 Prozent und die Freien Wähler auf 0,77 Prozent.
Ergebnisse in den Ortsbeiräten
Parallel zu den Stadtverordneten wurden die Ortsbeiräte in den acht Hanauer Ortsbezirken neu gewählt. Im Ortsbezirk 1 Großauheim Wolfgang führt die CDU mit 35,42 Prozent und sieben Sitzen vor der SPD mit 30,67 Prozent und sechs Sitzen. Die Grünen kommen auf 13,88 Prozent und drei Sitze.
In Steinheim (Ortsbezirk 2) erhielt die CDU 40,21 Prozent und sechs Sitze, die SPD 26,51 Prozent und vier Sitze. In Klein Auheim (Ortsbezirk 3) liegt die CDU mit 36,86 Prozent vor der SPD mit 25,50 Prozent. Die Grünen erreichten 16,03 Prozent.
Im Ortsbezirk 4 Mittelbuchen entfielen 31,19 Prozent auf die CDU und drei Sitze, die SPD erreichte 22,83 Prozent und zwei Sitze, die Grünen 21,11 Prozent und ebenfalls zwei Sitze. In der Innenstadt (Ortsbezirk 5) liegt die SPD mit 32,83 Prozent und sechs Sitzen vor der CDU mit 25,44 Prozent und fünf Sitzen. Die Linke erreichte 8,27 Prozent und zwei Sitze.
Kesselstadt (Ortsbezirk 6) wählte die SPD mit 38,49 Prozent und sechs Sitzen an die Spitze, die CDU folgt mit 29,78 Prozent und fünf Sitzen. Im Nordwesten (Ortsbezirk 7) sind SPD und CDU nahezu gleichauf mit 31,23 Prozent beziehungsweise 30,26 Prozent und jeweils vier Sitzen.
Im Ortsbezirk 8 Lamboy Tümpelgarten gewann die SPD mit 36,77 Prozent und fünf Sitzen. Die CDU erzielte 24,06 Prozent und drei Sitze. Die Wählergemeinschaft Bürger für Hanau kam auf 12,30 Prozent, die Gerechtigkeitspartei auf 14,68 Prozent und beide erhielten Sitze im Ortsbeirat.
Ausländerbeirat und Oberbürgermeister Stichwahl
Bei der Wahl zum Ausländerbeirat erhielt die Gerechtigkeitspartei 57,49 Prozent der Stimmen und neun Sitze. Die SPD erreichte 42,51 Prozent und sechs Sitze. Die Ergebnisse gelten als vorläufig.
Parallel zur Kommunalwahl fand die Wahl zum Oberbürgermeister statt. Keiner der Kandidierenden erreichte die absolute Mehrheit, deshalb ist am 29. März eine Stichwahl angesetzt. Dr. Maximilian Bieri von der SPD erhielt im ersten Wahlgang 48,12 Prozent der Stimmen, Isabelle Hemsley von der CDU 35,68 Prozent. Die Wahllokale sind bei der Stichwahl von 8 bis 18 Uhr geöffnet. Es besteht erneut die Möglichkeit zur Briefwahl. Wahlberechtigt sind alle Personen, die bereits am 15. März wahlberechtigt waren sowie diejenigen, die bis zur Stichwahl neu wahlberechtigt werden, etwa durch Einbürgerung, Zuzug oder Erreichen des 18. Lebensjahres.
Oberbürgermeister Claus Kaminsky dankte allen Beteiligten: „Ich danke allen Bürgerinnen und Bürgern, die gewählt haben und allen, die sich zur Wahl gestellt haben. Dieses Engagement ist ein wichtiger Beitrag für unsere demokratische Stadtgesellschaft.“
Die Stadt Hanau stellt alle vorläufigen Ergebnisse im Internet bereit. Die endgültige Feststellung durch den Gemeindewahlausschuss findet in einer öffentlichen Sitzung am 20. März im Neustädter Rathaus statt.
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