Sams mit seiner roten Stupsnase und den blauen Wunschpunkten ist derzeit der heimliche Star im Historischen Museum der Pfalz. Doch hinter der aktuellen Ausstellung „Das Sams und die Helden der Kinderbücher“ verbirgt sich ein größerer Anlass: Das Junge Museum Speyer feiert sein 20-jähriges Bestehen – und blickt dabei auf eine beeindruckende Erfolgsgeschichte zurück.
Was einst als erstes Kindermuseum in Rheinland-Pfalz begann, hat sich in zwei Jahrzehnten zu einem festen Bestandteil der Museumslandschaft entwickelt. Mit kreativen Konzepten, interaktiven Elementen und liebevoll gestalteten Themenräumen hat das Junge Museum nicht nur Kinder begeistert, sondern ganze Familien ins Museum gelockt. Über drei Millionen Besucherinnen und Besucher, Tausende Workshops, Führungen und Kindergeburtstage zeugen von der Anziehungskraft dieses besonderen Ortes.
In einer öffentlichen Gesprächsrunde anlässlich des Jubiläums betonten sowohl Museumsdirektor Alexander Schubert als auch der frühere Oberbürgermeister Werner Schineller den besonderen Stellenwert des Jungen Museums als Ort des Dialogs, der Bildung und der spielerischen Wissensvermittlung. Auch die Liste vergangener Ausstellungen liest sich wie ein Streifzug durch die Kinderzimmer der letzten Jahrzehnte: von Piratenabenteuern über Playmobilwelten bis hin zur Kultfigur „Die Maus“.
Noch bis Ende der Woche feiert das Junge Museum sein Jubiläum mit einem großen Lesefest, das sich an junge Bücherfans und ihre Familien richtet. Besonders stolz ist das Team darauf, dass viele junge Erwachsene heute als Praktikanten oder im Freiwilligendienst ins Museum zurückkehren – inspiriert von eigenen Kindheitserlebnissen zwischen Mitmachstationen, Geschichten und staunenden Blicken.
Das Junge Museum bleibt also nicht nur ein Ort des Erinnerns, sondern vor allem einer des Entdeckens. Und vielleicht ist es gerade das Sams, das mit seinem verschmitzten Lächeln stellvertretend für das steht, was dieses Museum seit 20 Jahren ausmacht: Neugier, Fantasie und die Freude am Lernen.