Neun Sternsingerinnen und Sternsinger der Pfarrei St. Klara und Franziskus Hanau haben das Rathaus besucht und Oberbürgermeister Claus Kaminsky sowie Bürgermeister Dr. Maximilian Bieri den traditionellen Segensspruch überbracht. Vor dem Büro des Oberbürgermeisters klebten die Kinder die Zeichenfolge 20*C+M+B+26 über der Tür als sichtbares Zeichen für Frieden, Gemeinschaft und Solidarität.
Auftritt und Thema der Aktion
In Gewändern und mit Kronen sowie Sternenstäben sangen die Mädchen und Jungen das Lied Wir kommen daher aus dem Morgenland und erläuterten den Anwesenden das Motto der diesjährigen Aktion: Schule statt Fabrik. Die Kampagne richtet den Blick auf Bangladesch, wo nach Angaben der Organisatoren noch rund 1,8 Millionen Kinder und Jugendliche arbeiten. Viele von ihnen seien in ausbeuterischen und gesundheitlich schädlichen Verhältnissen tätig. Partnerorganisationen vor Ort versuchen, betroffene Kinder aus solchen Arbeitsverhältnissen zu befreien und ihnen den Schulbesuch zu ermöglichen.
Empfang im Rathaus
Oberbürgermeister Claus Kaminsky, der mehrere der Sternsinger aus früheren Jahren wiedererkannte, dankte den Kindern für ihr Engagement. Er sagte: „Es gibt viele Kinder auf dieser Welt, denen es sehr viel schlechter geht als uns. Kinder, die arbeiten müssen, obwohl sie nicht wollen und nicht sollen. Dass diese Kinder eine bessere Zukunft haben können, unterstützen wir als Stadt Hanau sehr gerne mit einer Spende.“
Bürgermeister Dr. Maximilian Bieri würdigte das Engagement der Jungen und Mädchen ebenfalls. Er sagte: „Euer Einsatz zeigt eindrucksvoll, dass auch junge Menschen Verantwortung übernehmen und mithelfen können, Kinderarbeit zu bekämpfen und Bildung zu ermöglichen. Dieses Engagement verdient großen Respekt.“ Als Anerkennung erhielten die Sternsinger im Anschluss an den Besuch ein kleines Geschenk. Begleitet wurden sie von Gemeindereferent Maurice Radauscher und Jugendleiterin Kira Vitrant.
Hintergrund und Zahlen
In diesem Jahr waren im Team Hanau Innenstadt insgesamt 15 Kinder als Sternsinger unterwegs, neun von ihnen nahmen am Empfang im Rathaus teil. Nach dreieinhalb intensiven Sammeltagen, in denen sie die Segenszeichen an zahlreichen Haustüren anbrachten, bildete der Besuch im Rathaus den Abschluss ihrer Touren. Die bundesweite Aktion Dreikönigssingen wird seit 1959 durchgeführt. Seit Dezember 2015 ist das Sternsingen im Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes in Deutschland aufgenommen.
Wer die Aktion unterstützen möchte, kann sich online informieren und spenden unter www.sternsinger.de/spenden.
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