Donnerstag, 28.05.2026

Hanau schaltet Hauptfriedhof auf Brunnenwasser um und trennt Anlage vom Trinkwassernetz

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Der Hauptfriedhof in Hanau wird künftig mit eigenem Brunnenwasser versorgt. Die bestehenden Schöpfbrunnen beziehen seit kurzem Grundwasser aus einem neu gebohrten Förderbrunnen, sodass die Anlage für die Bewässerung von Gräbern und Grünflächen nicht mehr am städtischen Trinkwassernetz hängt.

Autarke Wasserversorgung für Bewässerung

Mit der Umstellung soll aufbereitetes Trinkwasser geschont werden. Die Stadtverwaltung betont, dass die Nutzung von Grundwasser für Gießzwecke sinnvoll sei, wo immer dies möglich ist. Die Versorgung der Schöpfbrunnen über das neue Brunnenwasser macht den Hauptfriedhof in dieser Hinsicht unabhängig von der kommunalen Trinkwasserversorgung.

Bauliche Maßnahmen und Zeitplan

Die Arbeiten zur Umstellung dauerten rund zwei Jahre. Neben der Brunnenbohrung wurden neue Schächte angelegt und das System an ein neues Leitungssystem angeschlossen. Nach Angaben der Verwaltung sind damit die technischen Voraussetzungen geschaffen, damit die Brunnenanlage den Bedarf an Gießwasser eigenständig decken kann.

Stadträtin Isabelle Hemsley bezeichnete die Lösung als Beitrag zu einer nachhaltigen und ressourcenschonenden Infrastruktur auf dem Hauptfriedhof. Sie fügte hinzu, dass es beim Gießwasser sinnvoll sei, nach Möglichkeit auf Grundwasser statt auf aufbereitetes Trinkwasser zurückzugreifen, und dass die Maßnahme zugleich die Unabhängigkeit der Friedhöfe stärke.

Ausbaupläne für weitere Standorte

Die Stadt plant, weitere Friedhöfe auf ähnliche Versorgungsformen umzustellen. Nächster geplanter Standort ist der Friedhof in Großauheim, der ebenfalls eine eigene Brunnenwasserversorgung erhalten soll. Hanau betreibt insgesamt zwölf Friedhöfe auf einer Fläche von rund 38 Hektar. Drei der Anlagen sind jüdische Friedhöfe, wobei der jüdische Friedhof in der Innenstadt nicht mehr für Bestattungen genutzt wird. Darüber hinaus gibt es entwidmete frühere Friedhöfe, die heute als Parkanlagen dienen.

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